Presse 2020

Eine Kapitänin kommt an Bord

SAF Kirchheim - Presse - Einsetzung von Frau recknagel-Saller als neue Direktorin am Seminar

Einsetzungsfeier für die neue Seminarleiterin Ute Recknagel - Saller am
Seminar für Aus - und Fortbildung der Lehrkräfte Kirchheim unter Teck

Corona geschuldet nicht mit „Pauken und Trompeten“, Seminarchor und Band sondern mit musikalischen Beiträgen aus dem Fachbereich Musik , dargeboten an der Gitarre (Lucas Petsonias) und am Flügel (Winfried Müller), fand die stimmungs-volle Einsetzung der neuen Seminarleiterin im Rundsaal des Kirchheimer Schlosses statt.
Seminarschuldirektor Klaus Buck, der die Geschicke der Lehrerbildungsstätte bis zur Neubesetzung kommissarisch gelenkt hatte, begrüßte die Anwesenden; neben der Familie der neuen Seminarleiterin, als Vertreter des Kollegiums die Bereichsleitungen, die Verwaltungsleiterin, sowie Vertreter des ÖPR und APR (Ausbildungspersonalrat am Seminar). Aufgrund der angespannten Pandemielage hatten viele Vertreterinnen und Vertreter aus der Schulverwaltung absagen müssen.
In seiner Begrüßung verglich Klaus Buck das SAF mit einem gut im Wasser liegen-den Schiff, zwar älteren Baujahres, aber dennoch beweglich und manövrierfähig, um schnell auf nötige Kursänderungen reagieren zu können. Dazu bedürfe es einer
„starken, zielstrebigen und verlässlichen Mannschaft“, so Klaus Buck, „die Sie hier vorfinden“. Die Mannschaft freue sich auf eine gute Zusammenarbeit mit der Kapitänin auf der Brücke, fasste der stellvertretende Seminarleiter zusammen und wünschte, um im Bild zu bleiben, der neuen Leitung „immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel“. Frau Recknagel - Saller bedankte sich in Ihrer Antrittsrede zu-nächst für den freundlichen Empfang am Seminar und die Menschen, die sie bei Ihrem Einstieg begleitet haben. Nach über siebzehn Jahren Tätigkeit als Lehrerin, Fortbildnerin, sowie in verschiedenen Funktionen im Bereich der Schulverwaltung habe sie die Aufgabe gereizt, mehr konkrete Leitungsverantwortung und Arbeit mit und für Menschen zu übernehmen. Als studierte Diplompädagogin und Lehrerin sei sie besonders an den Menschen im System interessiert, Menschen, die sich einbringen und engagieren. „Menschlichkeit, Offenheit und Klarheit, mit diesen Einstellungen lässt sich in jedem System arbeiten“, umriss die neue Seminarleitung ihre Vorstellungen. In Ihren Jahren als zuständige Referentin im Regierungspräsidium, auch für das Fachseminar Kirchheim, habe sie die Fachlehrerausbildung kennen - und schätzen gelernt.
„Sie sind Expertinnen und Experten für die Ausbildung, ich kann mein Wissen aus Fortbildung und Schulverwaltung einbringen, so kann unser gemeinsames Tun ein Gewinn sein für die Qualität der Ausbildung von Fachlehrkräften“, wandte sich Frau Recknagel - Saller an das Kollegium. Ihr abschließender Dank galt allen, die der Feier den festlichen Rahmen gegeben hatten sowie ihrer Familie, die ihr stets beratend und unterstützend zur Seite steht und für den notwendigen Perspektivenwechsel sorgt. Die Bereichsleiterrunde hieß die neue Leiterin mit kurzen Wortbeiträgen und symbolischen Geschenken, die die Fachbereichsarbeit umrissen und repräsentierten, herzlich willkommen. ÖPR und APR schlossen sich dem an. (Winfried Müller, Teckbote)

Für junge Lehrer wird es spannend

SAF Kirchheim - Vereidigung der neuen FLA 2020

In der Schlosskapelle in Kirchheim sind 51 Fachlehreranwärter vereidigt worden. Vor den Pädagogen in spe liegt eine dreijährige Ausbildung in historischer Umgebung.

Die Vereidigungsfeier der angehenden Fachlehrer startete coronabedingt in zwei Gruppen, mit Masken und entsprechendem Abstand. Als erster Programmpunkt standen Impressionen mit hoffnungsvollen Bildern und Klängen aus der digitalen „Mutmusikbotschaft“. Das Projekt ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit von Schülern sowie angehenden Fachlehrkräften.

„Mit der Entscheidung für eine berufliche Umorientierung verlassen Sie Ihre Komfortzone und beginnen die Ausbildung zu einem erfüllenden, aber auch anspruchsvollen Beruf“, sagte der stellvertretende Seminarleiter Klaus Buck. Mit der Wahl des Pädagogischen Fachseminars in Kirchheim hätten die angehenden Fachlehrkräfte eine gute Wahl getroffen. Das größte und älteste Fachlehrerseminar im Land verbinde auf gelungene Weise historisches Ambiente, moderne Technik und zeitgemäße erwachsenendidaktische Ausbildung.

Mit einem Zitat des Kulturphilosophen Johann Gottfried von Herder - „Alles ist im Keim da und wartet nur auf eine Entwicklung“ - umschrieb Klaus Buck die Aufgabe der Ausbilder und Verwaltungsmitarbeiter am Seminar, der begleitenden Schulpraxislehr­kräfte und Mentoren der Ausbildungsschulen, aber auch der künftigen Lehrkräfte für die kommenden drei Jahre: Bereitung des „Nährbodens“, Qualifizierung für die Arbeit als Lehrkraft, Vorbereitung für die Arbeit in multiprofessionellen Teams. „Ergreifen Sie, wo immer möglich, Initiative, übernehmen Sie Verantwortung, engagieren Sie sich, bringen Sie Ihre Erfahrungen ein“, sagte Klaus Buck, an die künftigen Lehrer gewandt. Ein Päckchen mit Sonnenblumensamen unterstrich symbolisch das „Wachstum“ in den nächsten drei Jahren der Ausbildung.

Ein Fachseminar mit Tradition
Bei dem bevorstehenden Transformationsprozess gelte es, sich einerseits neu zu erfinden, sich auf einen neuen Weg aufzumachen und neue Routinen zu bilden, andererseits aber auch den „alten Kern“ zu bewahren. Maßgeblich sei bei dieser Entwicklung die Persönlichkeit, so Johannes Dufft, Vertreter des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung, Regionalstelle Stuttgart.

Die Ausbildung am Pädagogischen Fachseminar Kirchheim hat eine fast hundertjährige Tradition. Vom 1923 als Staatliches Hauswirtschaftliches Seminar in der Stuttgarter Straße gegründeten bis zum aktuellen, hochmodern ausgestatteten Seminar mit dreijähriger Ausbildung streifte Oberbürgermeister Pascal Bader wesentliche Meilensteine der Seminargeschichte. Beispielhaft für die gute und intensive sowie andauernde Zusammenarbeit zwischen Seminar und Stadt nannte das Stadtoberhaupt die Erarbeitung eines multimedialen Stadtrundgangs mithilfe von QR-Codes oder die Kooperationen im zukunftsträchtigen Bereich der Nachhaltigkeit. In Berlin für das Engagement für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet, ist das Seminar als Unesco-Projektschule zertifiziert. Bader zollte den angehenden Lehrkräften Respekt für die Wahl der Ausbildung, gelte es doch, in einem Berufsfeld tätig zu werden, das sich stark in Bewegung befinde und große Herausforderungen beinhalte. Er ermutig­te die künftigen Lehrer, den Kindern und Jugendlichen vor allem die Freude am Lernen mitzugeben und neue Gestaltungsräume mit Ideen und Engagement zu nutzen.

Mit dem Ablegen des Diensteids und der Überreichung der Urkunde, was formal den Übergang in das Beamtenverhältnis auf Widerruf für die nächsten drei Jahre markiert, endete die Feierstunde. Um einen kleinen Einblick in die wichtige, aber stark eingeschränkte „Seminarkultur“ zu geben, spielten Matthias Brendle und Konstantin Dillenz „Wild World“ von Cat Stevens auf zwei Gitarren. (Windfried Müller, Teckbote 06.10.2020?

Graffiti-Künstler schaffen die Kulisse für den Kultursommer

SAF Kirchheim - Graffiti im Marstallgarten

Manche finden es gut, manche eben nicht.

Die bunten Bildchen an Zügen und Brücken haben schon öfters für Ärger gesorgt. Hin und wieder aber verschönern sie auch die Stadt. Graffiti bleiben ein Weg für viele Jugendliche, um sich auszudrücken. Gestern haben sich viele Kunstbegeisterte im Marstallgarten getroffen, um mit Graffiti Kulissen für Events zu schaffen. Die Aktion ist Teil des Kirchheimer Kultursommers. Vor den Wänden des Kirchheimer Schlosses stehen mit Planen bezogene Bauzäune. Sie dienen als Leinwände, auf denen sich die jungen Menschen verewigen dürfen. Für die vielen Veranstanstaltungen dort wünscht man sich einen bunten und lebendigen Hintergrund, und kaum etwas ist so bunt wie eine ganze Wand voller Graffiti. In Kooperation mit dem Pädagogischen Fachseminar in Kirchheim bereichert hier Benjamin Seyfang das Sommerprogramm der Stadt.

Ricarda Schrempf, die Bereichsleiterin für Kunst beim Fachseminar, freut sich, dass ihre Schützlinge mit Graffiti ihre Horizonte erweitern können. Bevor die Teilnehmer starten können, ergreift Jugendsachbearbeiter Uwe Rautenstrauß von der Polizei das Wort. Er betont, wie wichtig es ist, beim Sprühen legal zu bleiben, und öffentliche Gebäude wie Schulen nicht zu besprühen. „Mancher nennt es Kunst, in manchen Fällen ist es Sachbeschädigung“, sagt Rautenstrauß. Statt an Zügen oder Lärmschutzwänden sollen die Graffitikünstler die Stadt ansprechen. Denn Kirchheim verschafft jedem Künstler seine Leinwand mithilfe von offiziellen Projekten, wie zum Beispiel dem Güterbahnhof. Wird jemand beim illegalen Sprühen erwischt, drohen ihm Arbeitsstunden, Haft beziehungsweise Jugendarrest und Geldstrafen. Sogar Minderjährige können mit Strafen rechnen, denn die Geschädigten haben 30 Jahre lang Recht auf Schadensersatz.

Der Workshopleiter Benjamin Seyfang sprüht schon seit mehr als 15 Jahren und ist bekannt in der Szene. Mit seinem Händchen für Kunst ist er auch als Fotograf erfolgreich geworden. Seine Fotografien von Lost Places auf der ganzen Welt faszinieren nicht nur Naturfans. Heute ist Benjamin Seyfang aber als Graffiti-Koryphäe unterwegs. Auch er wurde als Jugendlicher erwischt und bekam seine Strafe. Seitdem sprüht er nur legal und hat sich einen Namen gemacht, nicht zuletzt wegen den kleinen Schildkröten, mit denen er seine Werke unterschreibt. „Wir möchten das Medium Graffiti anders darstellen als nur als eine Schmiererei“, sagt er. Er rät den Nachwuchs-Graffitikünstlern, sich mit anderen zu unterhalten, untereinander Designs auszutauschen und sich auch Tipps und Tricks von anderen zu holen. Nach der Einführung holt er die Künstler zu sich an die Wände. Er erklärt ihnen Techniken und wie man mit den Sprühdosen am besten umgeht. Fachkundig führt er sie in die Graffiti-Kunst ein und kümmert sich um jeden Einzelnen. Mit viel Enthusiasmus stürzen sich die Teilnehmer auf die vielen bunten Sprühdosen und fangen langsam an, sich auszuprobieren.
Manche beginnen mit Blümchen, andere versuchen sich an kleinen Schriftzügen. Andere haben ihre Vorlagen bereits gezückt und fangen an, Motive von Skatern oder Logos in Großformat an die Wände zu sprühen. Die Schnellsten bedecken ihr erstes Werk direkt wieder mit einer weiteren Schicht Farbe, um von vorne anfangen zu können. Am Ende kommt aber was Wundervolles dabei raus: Die bunte Wand ist die perfekte Kulisse für alle Events im Marstallgarten. Gerade in der Corona-Zeit sollen die bunten Muster Kirchheim wieder ein bisschen farbenfroher machen. Bis zum 30. September kann man das Kunstwerk als Hintergrund für Konzerte und mehr noch bewundern. (Elise Czaja, Teckbote)

Abschied mit emotionaler Nähe

SAF Kirchheim - Verabschiedung der FLA 2020

Distanz und Nähe sind nicht allein von räumlichen Entfernungen bestimmt.

Diese Erkenntnis haben die Beteiligten an der Entlassfeier des Kirchheimer Seminars für Ausbildung und Fortbildung in diesem Jahr mit nach Hause genommen. Unter Beachtung der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln, aber nach Worten von Musikbereichsleiter Winfried Müller auch mit „größtmöglicher emotionaler Nähe“, fand der feierliche Abschied in den Schlossräumen statt. Eingestimmt auf Feierlichkeiten wurden die Absolventen und Gäs­te von Marius Buschkos Klängen am Marimbaphon. Seminarschuldirektor Klaus Buck verlieh in seiner Begrüßung der Hoffnung Ausdruck, dass eine Feier im großen Rahmen nur aufgeschoben sei. Er hob in seiner Rede das von allen abverlangte Höchstmaß an Engagement und Flexibilität hervor, mit der die Herausforderungen des letzten Jahres bewältigt wurden. Der Jahrgang schloss die Ausbildung dennoch mit einem sehr guten Durchschnitt von 2,17 ab. Vier Fachlehrkräfte für musisch-technische Fächer wurden für ihre herausragenden Leistungen mit einem Buchpreis ausgezeichnet: Elisabeth Bauer (1,23), Maximilian Ortmeier (1,29), Carmen Weber (1,32) und Miriam Leins (1,39). Nun sei es an den Absolventen, die vermittelten Ausbildungsinhalte an ihren zukünftigen Schulen einzubringen, sagte Buck. Mit dem Rüstzeug, das die Fachlehrkräfte am Seminar und in den Ausbildungsschulen erhalten haben, müssten sie mit jeder neuen Herausforderung verantwortungsvoll umgehen können. „Lassen Sie die Samen der Ausbildung in Ihren neuen Ausbildungsstätten aufgehen, bleiben Sie neugierig, lassen Sie sich begeistern, packen Sie es an“, wünschte der stellvertretende Direktor den Absolventen. Mit einem Medley von Filmmelodien beendeten Marius Buschko und Philipp Wieland am Piano musikalisch den offiziellen Teil. Der Ausbildungsweg, auf den sich die Absolventen vor drei Jahren gemacht hatten, endete in der Runde der Pädagogikgruppen von damals, in deren Rahmen auch die Zeugnisausgabe stattfand. (Winfried Müller, Teckbote 07.08.2020)

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Seminar für Ausbildung und

Fortbildung der Lehrkräfte

Schlossplatz 8

73230 Kirchheim unter Teck

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